Cuba Sí
Milch für Kubas Kinder
Almendares Vivo
Buchtip

"Im Fadenkreuz: Kuba"
von Horst Schäfer

Im Fadenkreuz: Kuba

Workcamps

Workcamps an unseren Milchprojekten
(Provinz Havanna, Sancti Spíritus und Guantánamo)

oder: Workcamp-Broschüre als pdf zum downloaden.


Leben und Arbeiten auf dem Cuba Sí Milchprojekt

Seit 1993 unterstützt Cuba Sí die Kubanische Vereinigung für Tierproduktion (ACPA) bei der Entwicklung einer weideabhängigen, ökologisch angepaßten Milchproduktion. Begonnen wurde mit einer Milchviehstallanlage im Landwirtschaftlichen Betrieb "Empresa Valle del Perú" in der Provinz Havanna. Die Projektarbeit wurde dann schrittweise auf die anderen 38 Stallanlagen des Betriebes ausgeweitet. Inzwischen unterstützt Cuba Sí zeitgleich drei Milchprojekte in den Provinzen Havanna, Sancti Spíritus und Guantánamo, mit einem Jahreshaushalt von 100.000 US-Dollar pro Projekt und in der Regel für einen Zeitraum von 3 Jahren. Die Finanzierung der Projekte erfolgt zu 100% aus Spendengeldern.

Seit 1999 besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an dreiwöchigen Arbeitseinsätzen auf diesen Milchprojekten. Bei einfachen Tätigkeiten in den Stallanlagen und auf den Feldern lernt mensch die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Alltagsprobleme der kubanischen Landbevölkerung unmittelbar kennen. Touristische Ausflüge in die Region und Besuche in wissenschaftlichen, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen ergänzen den Aufenthalt. Die Teilnehmer dieser Workcamps sind während dieser Zeit Gäste unserer Partnerorganisation ACPA und des Landwirtschaftlichen Betriebes, auf dem das jeweilige Milchprojekt umgesetzt wird. Die Anzahl der Teilnehmer beträgt pro Workcamp ca. 8 Personen.

Programm

Im Mittelpunkt der Workcamps stehen das kubanische Landleben und die Milchprojekte. Zu Beginn des Aufenthaltes findet gemeinsam mit der Projektleitung eine ausführliche Besichtigung des Milchprojektes statt. Im weiteren Verlauf werden in der Regel von montags bis freitags Arbeitseinsätze auf den Milchprojekten durchgeführt.

An freien Tagen werden Fahrten in die nächstgelegenen Städte oder an den Strand unternommen. An den Nachmittagen finden teilweise Besuche in wissenschaftlichen, Gesundheits- oder Bildungseinrichtungen statt, die von der kubanischen Projektleitung des Milchprojektes koordiniert werden. Üblicherweise handelt es sich dabei um den Besuch in einer Grundschule, einer Familienarztpraxis bzw. Poliklinik und in einem wissenschaftlichen Zentrum. Weitere gemeinsame Aktivitäten (z.B. Fiestas) mit den kubanischen Gastgebern vertiefen die Kontakte.

Zur Abrundung des Aufenthalts werden hauptsächlich an den Wochenenden Ausflüge zu touristischen Zentren in der Umgebung unternommen. Individuelle Ausflüge und Besuche einzelner Teilnehmer sind nicht möglich, denn Ihr seid als Gruppe zu Gast bei den staatlichen Landwirtschaftlichen Betrieben (Empresas), auf denen die Milchprojekte von ACPA und Cuba Sí durchgeführt werden, daher ist auch die Ausstellung eines besonderen Visums notwendig. Das detaillierte Programm wird zu Reisebeginn in Kuba bekanntgegeben.

Typische Wochenendausflugsziele:
Provinz Havanna:
- Havanna-Stadt
(Habana Vieja, Malecón)
- Strand Habana del Este
- Pinar del Rio
(Valle de Viñales)
Provinz Sancti Spíritus:
- Santa Clara
(Che-Mausoleum)
- Trinidad
(Historischer Stadtkern,
Valle de Ingenios, Strand)
Provinz Guantánamo:
- Santiago de Cuba
(Moncada-Kaserne, Strand)
- Baracoa
(Historischer Stadtkern,
Strand)

Die Arbeitseinsätze

Die Arbeitseinsätze werden nach den aktuellen Erfordernissen auf den Projekten und entsprechend der Jahreszeit und der Witterung von den dortigen kubanischen Projektleitern festgelegt. Da die Beschaffung von Baumaterial schwierig ist, werden Einsätze im Baubereich nur selten vorkommen. Weiterhin gibt es Tätigkeiten, die von den Teilnehmern aus Arbeitsschutzgründen nicht durchgeführt werden dürfen, wie z.B. viele Tätigkeiten, die mit der Machete erledigt werden.

Individuellen Arbeitswünschen, auch bei gegebener Qualifizierung, kann nicht entsprochen werden. Die Arbeiten werden in der Gruppe und unter Anleitung kubanischer Fachkräfte durchgeführt. Mangel an Geräten und Materialien führen oft zu Verzögerungen der Arbeitseinsätze. Die Arbeitseinsätze dienen eher der symbolischen Unterstützung als der Steigerung der Produktivität. In der Regel wird am Vormittag 3 - 4 Stunden gearbeitet, manchmal auch am Nachmittag. Das Ziel dieser Arbeitseinsätze ist nicht Schuften bis zum Umfallen, sondern das Kennenlernen der Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort.

Unterkunft

Die Unterbringung erfolgt in den Gästehäusern der jeweiligen Landwirtschaftlichen Betriebe, die mit Unterstützung von Cuba Sí ausgebaut wurden. Diese befinden sich einige Kilometer vom Milchprojekt entfernt und haben eine sehr einfache Ausstattung:

  • 3 Mehrbettzimmer und einen Aufenthaltsraum mit Fernseher
  • 2 Duschen mit WC (nur kaltes Wasser)
  • Küche, einschließlich Kühlschrank

Verpflegung

Die landestypischen Mahlzeiten (vorrangig Reis und schwarze Bohnen) sind einfach und werden in der Projektunterkunft bzw. in der Kantine des Landwirtschaftlichen Betriebes oder direkt am Einsatzort eingenommen. Im Gästehaus steht der Gruppe eine Köchin zur Verfügung, die vor allem für die Zubereitung von Frühstück und Abendbrot sorgt. Die Mahlzeiten orientieren sich an den kubanischen Gewohnheiten und sind nicht mit typischem Hotelessen vergleichbar. Zusätzlich kann bei Bedarf individuell Obst und Gemüse auf den Bauernmärkten eingekauft werden.

Flug und Transport vor Ort

Die Flüge nach Kuba werden zentral von Berlin aus gebucht. Individuelle Buchungen sind möglich. In diesem Fall muss der Betreffende dafür Sorge tragen, dass er zur Ankunft der anderen Teilnehmer am jeweiligen Zielflughafen ist. Die Abreise vom Milchprojekt erfolgt dann auch gemeinsam mit den anderen Teilnehmern des Workcamps. Für den Transfer von und zum Flughafen sowie für die Ausflüge und den Transport zum Einsatzort am Milchprojekt steht in den gesamten drei Wochen ein Kleinbus zur Verfügung.

Verständigung

Die Gruppen werden in der Regel von einem spanischsprechenden Cuba Sí - Mitstreiter begleitet. Dieser ehrenamtliche Begleiter steht als Ansprechpartner während der drei Wochen den Teilnehmern zur Verfügung, koordiniert das Programm vor Ort und erleichtert die Kommunikation mit den kubanischen Gastgebern. Spanischkenntnisse sind also nicht zwingend erforderlich für die Teilnahme, aber natürlich von Vorteil!

Voraussetzungen

  • Interesse an Land und Leuten und der Kubanischen Revolution: Da die Workcamps dazu dienen, einen Einblick in das Alltagsleben auf dem Land zu erhalten, die Milchprojekte sowie soziale Errungenschaften der kubanischen Gesellschaft kennenzulernen, ist die Akzeptanz des kubanischen Systems grundlegende Voraussetzung.
  • Keine heißen Disconächte: Die Workcamps finden auf dem Land statt. Ausgeprägtes Nachtleben sollte man hier nicht erwarten, auch wenn natürlich immer diese und jene Fiesta steigt. Auch wer nur preiswert Urlaub auf Kuba machen möchte, ist hier falsch. Nicht die Fahrt von einer Touristenattraktion zur nächsten und endloses Sonnenbaden am Strand stehen auf den Programm, sondern viele Kuhställe und Weiden. Die touristischen Ausflüge spielen eher eine Nebenrolle.
  • Toleranz und Kompromissbereitschaft: Die Gruppen bestehen aus ca. 8 Personen (in der Regel mit einer Altersmischung zwischen 18 und 60 Jahren). Im Allgemeinen kennen sich die Teilnehmer vorher nicht und verbringen dann 21 Tage auf recht engem Raum miteinander. Ohne Toleranz und Kompromissbereitschaft geht das nicht!
  • Geduld: Nicht immer läuft alles wie geplant und oft muss man einfach geduldig abwarten auf den Bus, das Essen, Wasser zum Duschen, dass was passiert ... Gesundheit: Eine gute körperliche Konstitution ist Voraussetzung. Arbeiten bei 35° C und mehr auf dem Feld in der Sonne sind nicht jedermanns Sache. Ob man sich das zutraut, sollte jeder selbst entscheiden und im Zweifelsfall bei seinem Arzt erfragen.
  • Reisepass: Da die Ausstellung eines besonderen Visums für den Aufenthalt an den Milchprojekten notwendig ist, muss der Reisepass mindestens 6 Wochen vor Reisebeginn bei Cuba Sí vorliegen. Der Reisepass muss außerdem noch für mindestens 6 Monate nach Reisebeginn Gültigkeit besitzen.
  • Reisedauer: Die Workcamps finden in einem Zeitraum von 3 Wochen statt. Verlängerungen des Aufenthaltes sind aus visumstechnischen Gründen nicht möglich. Gleiches gilt für die Einreise in Kuba vor dem eigentlichen Termin.
  • Vollendung des 18. Lebensjahres

Anmeldung und Vorbereitung

Die Workcamps finden im Allgemeinen im Februar/März und im August/September statt. Die genauen Daten der Workcamps werden im Oktober des Vorjahres festgelegt. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 7 Personen. Für Gruppen ab 7 Personen können auf Nachfrage bei Cuba Sí eventuell auch Extratermine vereinbart werden.

Um sich für ein Workcamp anzumelden, muss das Anmeldeformular, das im Internet unter www.cuba-si.org zu finden ist oder auf telefonische Anfrage zugeschickt wird, ausgefüllt werden. Da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist, sollte mensch sich rechtzeitig anmelden. Nach Eingang der Anmeldung erhaltet ihr von uns eine schriftliche Bestätigung Eurer Anmeldung. Für die Beantragung des Visums benötigen wir spätestens 6 Wochen vor Reisebeginn Eure Passnummer!

Vor Reisebeginn (Ende Januar bzw. Anfang August) wird in Berlin eine Reisegruppenvorbesprechung durchgeführt, bei der organisatorisch-technische Dinge geklärt werden und ein Einstieg in die Milchprojekte geboten wird. Dabei habt Ihr dann auch die Möglichkeit eure Mitreisenden kennenzulernen. Im Nachhinein finden für gewöhnlich Nachtreffen statt, die von den Gruppen individuell geplant werden. Wir sind natürlich auch immer an Kommentaren und Hinweisen zum Workcamp interessiert.

Gesundheit

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Gesundheit müssen nicht getroffen werden, da die gefährlichsten Tropenkrankheiten in Kuba ausgerottet sind. Verbindliche und aktuelle Informationen sind jedoch nur über einen geeigneten Arzt zu erhalten. Sicherheitshalber empfehlen wir den individuellen Abschluß einer Auslandskrankenversicherung.

Veranstalter und Kosten

Die Workcamps werden gemeinsam organisiert vom Reiseunternehmen Tropicana Touristik GmbH Berlin, der Kubanischen Vereinigung für Tierproduktion (ACPA) und Cuba Sí.

Die Kosten betragen in Abhängigkeit vom Flugpreis ca. 1.200 Euro. Sie setzen sich aus den Flugkosten (ca. 800 €) und den Aufenthaltskosten (ca. 400 €) zusammen. Die Aufenthaltskosten betragen 19 € pro Tag und sind für die Unterbringung, die Transfers und die Vollverpflegung. Sie sind vor Ort an die ACPA zu entrichten.

Enthaltene Leistungen:

  • Visum für eine Dauer von maximal 30 Tagen (Verlängerungen sind nicht möglich)
  • Unterkunft und Vollverpflegung
  • Alle Transfers innerhalb des Programms
  • Nicht enthalten sind Eintrittsgelder für Museen, Führungen u.ä.

 

Anmeldeformular als pdf

Workcamp-Broschüre als pdf

zu den Workcamp - Reiseberichten

 
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