Sojaprojekt
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Ort:
Landwirtschaftsbetrieb Empresa "Valle del Perú", Provinz Havanna, Kuba
Titel:
Produktion von Soja
Laufzeit:
1996-1997
Projektpartner:
Kubanische Vereinigung für Tierprodunktion (ACPA) und Cuba Sí, AG der PDS
Projekthaushalt:
285.000,00 USD
Dieser Betrag wurde von Cuba Sí zu 100% aus Spendenmitteln erbracht.
Projektziele:
- Versuchsweiser Anbau von Soja zur Produktion von Sojajoghurt für die Versorgung von Kindern zwischen 7 und 13 Jahren
- Anbau von Mais und anderen Körnerfrüchten als proteinreiches Zufutter in der Rinderzucht
Hintergrund:
Zusätzlich zu der Unterstützung von Projekten zur Milchproduktion für die Versorgung kubanischer Kinder im Alter bis zu 7 Jahren, wurde das Sojaprojekt begonnen. Das auf einer Versuchsfläche produzierte Soja soll für die Herstellung von Sojajoghurt verwendet werden. In Kuba erhalten Kinder von 7 bis 13 Jahren 0,5 l Sojajoghurt täglich. In Kuba gab es zuvor keine Erfahrungen im Anbau von Soja. Soja wurde ausschließlich aus dem Ausland importiert.
Umgesetzte Maßnahmen:
- Schaffung eines Maschinenparks für den Sojaanbau:
- Reparatur eines Traktors
- Kauf einer brasilianischen Saatmaschine Baldan
- Kauf zweier deutscher Kombinen des Typs E-514 und deren Verschiffung nach Kuba
- Kauf von Saatgut im Ausland
- Ausbildung des Personals für den Anbau von Körnergewächsen
Ergebnisse:
Im Jahr 1997 wurden 400 ha Soja und 293 ha Mais ausgesät. Diese Saat wurde durch den Hurrikan Lilly 1997 vernichtet, so das erneut Saatgut eingeksauft werden musste. Im folgenden Jahr wurde die Aussaat wiederholt.
Die auf der Versuchsfläche produzierten Sojabohnen wiesen jedoch eine ungünstige Körnung auf und waren somit für die Produktion von Joghurt nicht geeignet. Alternativ wurde das produzierte Soja zur Produktion von Speiseöl oder wie der Mais zur Produktion von proteinreichem Zufutter für die Rinder eingesetzt.
Im Jahr 2001 wurde die Anbaufläche für Soja auf 340 ha reduziert und auf den verbliebenen 340 ha werden vor allem Sonnenblumen angebaut. Beides wird zur Herstellung von Speiseöl verwendet.
Die Produktion von Speiseöl aus einheimischen Produkten erspart dem kubanischen Staat den teuren Import dieser Produkte, wodurch die getätigten Investitionen trotzdem das ursprüngliche Ziel - die Joghurtproduktion nicht erreicht wurde, kompensiert werden.
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