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"Im Fadenkreuz: Kuba"
von Horst Schäfer

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| Cuba Sí Milchprojekt - Allgemeine Informationen |
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Die Milchprojekte
Wer macht was auf einem Milchprojekt?
Wie werden die Milchprojekte umgesetzt?
Was ist überhaupt unter einem Milchprojekt zu verstehen?
Hier findet ihr eine zusammenfassende Beschreibung der Milchprojekte mit Fotos.
Warum Milchprojekte?
Für tropische Verhältnisse hatte Kuba bis 1990 eine hohe Intensität in der Milchproduktion. Diese war vor allem möglich dank des guten genetischen Potentials der nationalen Rinderpopulation und den hohen Einsatz von RGW-importiertem Kraftfutter sowie eine weitgehend mechanisierte und zentralisierte Futterwirtschaft in Großbetrieben. Die Nutzung von Weidefutter spielte demgegenüber
eine untergeordnete Rolle. Mit der Milcherzeugung des Landes und mit Hilfe von vertraglich vereinbarten Milchpulverimporten aus den RGW-Ländern (allein die DDR lieferte jährlich 22000 Tonnen Milchpulver im Austausch gegen Futterhefe) reichte das aus,
um jedem Kind und allen alten Menschen eine tägliche Milchration zu garantieren. Eine Leistung, die bisher keinem anderen Land der Region gelungen ist.
Der plötzliche Wegfall der langfristig angelegten Handelsbeziehungen mit dem RGW und das Auseinanderbrechen der UdSSR hatten für die Milchwirtschaft Kubas den Wegfall von Kraftfutter- und Milchpulverimporten sowie eine drastische Verknappung von Kraftstoffen für die mechanisierte Futterwirtschaft zur Folge. Dadurch ist landesweit ein dramatischer Rückgang der
Produktion verursacht worden. Die Milchproduktion im Lande sank von 740 Millionen Litern im Jahre 1989 auf 336 Millionen Liter im Jahre 1992. Allein in der Provinz Havanna gab es 1992, infolge des verminderten Nährstoffangebotes, 80000 bis 90000 Todesfälle
bei Kühen. Es stellte sich die Aufgabe, andere Wege in der Milchproduktion und Tierhaltung zu suchen, zu erproben und möglichst schnell anzuwenden.
1991 rief Cuba Sí daher die Solidaritätskampagne "Milch für Kubas Kinder" ins Leben, um finanzielle Spenden für
den Kauf und die Lieferung von Milchpulver nach Kuba zu sammeln. Grund waren die von der damaligen Kohl-Regierung einseitig und im Widerspruch zum so genannten Einigungsvertrag aufgekündigten Verträge der DDR mit Kuba, unter anderem auch über die Lieferung von
Milchpulver. Doch mit Spenden für Milchpulver ist keine dauerhafte Verbesserung der Situation zu erreichen,
und die negativen Auswirkungen der Abhängigkeit von Importen werden beibehalten. Daher entschloss sich Cuba Sí 1992, ein Pilotprojekt aufzubauen, das die Sicherung der Milchproduktion auf Grundlage von Weiden und selbst angebauten Futter erprobt.
Gemeinsam mit kubanischen Institutionen und mit wissenschaftlicher Betreuung aus der Bundesrepublik Deutschland begannen wir mit der Erarbeitung eines Projektes zur weideabhängigen Milchproduktion.
Aus diesem Pilotprojekt sind inzwischen Projekte in drei Provinzen Kubas entstanden, die dazu beitragen, das in Kuba jedem Kind bis 7 Jahre auch weiterhin 1 Liter Milch täglich garantiert werden kann.
Die Projektpartner
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Cuba Sí
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Durchführung vor Ort
Monitoring der Projekte
wissenschaftliche Betreuung
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Finanzierung
(100% Spendengelder)
Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland
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ACPA
- ACPA = Kubanische Vereinigung für Tierproduktion
- Kubanische Nichtregierungsorganisation, gegründet 1974
- Mitglied in der Lateinamerikanischen Vereinigung für Tierproduktion (ALPA)
- Ziele: Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung der Tierproduktion
- Struktur:
- 13 Fachgesellschaften
- 23.700 Mitglieder
- über 50 Projekte mit 11 ausländischen Nichtregierungsorganisationen
Cuba Sí
- Gegründet 1991:
Nach der einseitigen Aufkündigung der Verträge zwischen der DDR und Kuba durch die BRD
- Zunächst:
Sammlung von Geldern zum Kauf von Milchpulver für Kuba
- Seit 1993:
Durchführung der „Milchprojekte“ in Zusammenarbeit mit ACPA (Kubanische Vereinigung für Tierproduktion)
Projektebene
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Landwirtschaftsministerium
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Provinzdelegationen
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Empresas (Betiebe)
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| Milchpprojekte
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Granjas/UBPC
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| Milchpprojekte
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Vaquerías (Kuhfarmen)
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Zunächst ein paar Kühe und Milchviehstallanlagen
Kreuzung aus dem Cebu-Rind und dem Holstein-Rind - Kombination aus Klimaresistenz und Milchproduktion:
(Granja Mina Blanca)
(Granja Mina Blanca, Empresa Valle del Perú)
Vaquería (Milchviehstallanlage) in Guantánamo
(Granja Santa María)
Vaquería (Milchviehstallanlage) im Valle del Perü
(Granja Zenea)
Offenställe einer Vaquería (Milchviehstallanlage) in Sancti Spíritus
(UBPC Dos Ríos)
Standorte unserer Milchprojekte
Provinz Havanna, Empresa "Valle del Perú":
- Granja Mina Blanca (1993 - 2000)
- Granja Nazareno (2001 - 2004)
- Granja Zenea (2004 - 2006)
- Granja Rosafé (2007-2010)
Provinz Guantánamo, Empresa "Iván Rodriguez":
- Granja Santa María (1997 - 2001)
- Granja Jaibo (2002 - 2005)
- GENT Yateras (2007 - 2009)
Provinz Sancti Spíritus:
- Empresa "Sancti Spíritus":
- Empresa "Managuaco":
- UBPC Sabanilla (2000 - 2002)
- UBPC Niña Bonita (2003 - 2005)
- Granja Dos Rios (2006 - 2009)
Provinz Pinar del Río
- 4 Kreise der Provinz (2007-2010)
Projektziele
- Verringerung der Sterblichkeitsrate der Rinder
- Erhöhung der Milchproduktion
- Sicherung einer ökonomischen, sozialen und ökologischen Entwicklung
Die Projektphilosophie
- Anbau von Viehfutter auf den eigenen Flächen:
Die angebauten Weide- und Futterpflanzen haben eine höhere Qualität als der natürliche Bewuchs. Die Anbauflächen befinden sich direkt an den Stallanlagen, sodass kein Transport der Futternmittel erforderlich ist.
Anbau von Leucaena - proteinhaltige Samen und Blätter, Schattenspender, Bienenweide:
(Granja Mina Blanca)
Anbau von Kinggras - als Futter für die Trockenzeit und zum Beweiden:
(Granja Santa María)
Anbau von Zuckerrohr - vorrangig als Futter für die Trockenzeit:
(UBPC Sabanilla)
Bau von Pedestales - Rankgerüste mit hochwertigen Leguminosen:
(UBPC Niña Bonita)
Eigener Biodünger - Humusproduktion mit Regenwürmern:
(Granja Jaibo)
- Bereitstellung von Flächen zur Selbstversorgung der Arbeiter:
Auf jeder Stallanlage wird ein Teil der Flächen zum Gemüseanbau genutzt, der vorrangig der Selbstversorgung der dort lebenen familien dient:
(Granja Mina Blanca)
Auf Randflächen (z.B. neben den Ställen und Häusern) werden Obstbäume angepflanzt:
(Granja Nazareno)
Weiterhin besteht die Möglichkeit für die Bauern nebenbei Schweine,
Geflügel oder Kaninchen zu züchten:
(Granja Nazareno)
Außerdem besitzt jede Granja/UBPC Flächen die für den Anbau von Obst und Gemüse für die Mittagsversorgung der Arbeiter genutzt werden. Aber auch Schweine und andere Tiere werden zum Verkauf gezüchtet, um andere Einnahmequellen zu erschliessen (Diversifikation der Produktion). Das Hauptproduktionsfeld bleibt immer die Milchproduktion.
- Instandsetzung der Stallanlagen:
Reparatur und den Kauf von Melkanlagen:
(Granja Nazareno)
Reparatur der Dächer und Ausbesserungen der baulichen Substanz:
(UBPC Sabanilla)
- Unterstützung von sozialen Einrichtungen im Umfeld der Milchprojekte:
Neben der materiellen Unterstützung mit Schulmaterialien, die mit den Containern geliefert werden, werden vorrangig Schäden an Dächern und Fenstern mit Hilfe des Projektes repariert.
Klassenzimmer der Tamara- Bunke- Grundschule:
(Valle del Perú)
Schulhof der Grundschule in Managuaco:
(Managuaco)
Neubau einer Grundschule in Guantánamo:
(Granja Jaibo)
Regionale Besonderheiten:
- Bau von Biogasanlagen (Empresa Valle del Perú, Havanna;
Empresa Managuaco, Sancti Spíritus)
- Bewässerungsanlagen (Empresa Iván Rodriguez, Guantánamo)
- Genetische Entwicklung der Rinder (Empresa Valle del Perú)
- Bewässerung in Guantánamo
Mit und ohne Bewässerung:
(Granja Santa María)
(Granja Santa María)
(Granja Santa María)
(Granja Santa María)
Ergänzungen:
Kleinere Projekte innerhalb oder parallel zu den Milchprojekten:
Kaninchenprojekt
Kaninchenfleisch ist sehr proteinhaltig und läßt sich "schnell" produzieren, auch an Orten, die weit ab gelegen sind, z.B. in den Bergen.

Und das Ergebnis:
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Hier können Sie aktuelle Termine zu verschiedenen Ereignissen abrufen.
Kalender
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