Achtung: Neues Gipfeltreffen gegen Cuba und Venezuela geplant.
(Ausschnitte aus einem Artikel von Rebelion 23.9.)
In der Hauptstadt Estlands, in Tallin ist für den 13. und 14. Oktober
besagtes Treffen mit dem erklärten Ziel geplant, die
Menschenrechtsverletzungen in Cuba und Venezuela zu analysieren und
international Mechanismen zu suchen, um Druck gegen die Regierungen von
Chávez und Castro auszuüben.
Die Skandinavier haben bereits in einem Schreiben an die beiden
eingeladenen Damen Madeleine Albright, ehemalige US-Außenministerin und
die ehemalige US-UNO-Vertreterin Jeane J.Kirkpatrick gefragt, warum sie
nicht von Präsident Bush den Schutz von Schwarzen, Latinos gefordert
haben und ihn nicht für den Tod von Gefangenen und Alten verantwortlich
gemacht haben, die in New Orleans kläglich ihrem Schicksal überlassen
wurden und ertranken.
Und wenn sie sich schon um Cuba solche Gedanken
machen, warum sie fortwährend angesichts der andauernden
Menschenrechtsverletzung auf der US-Marinebasis auf Guantánamo
schweigen. Und, was Venezuela betrifft, warum sie nicht den Pastor Paul
Robertson verurteilen, der in der Fernsehsendung „The 700 Club“ offen
zum Mord am venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez aufgerufen hatte.
Sie betonen weiter, dass die unverfrorene Einmischung in die inneren
Angelegenheit dieser Länder besonders jetzt zum Himmel stinkt, da die
Vereinigten Staaten Napalm über wehrlose Städte im Irak werfen.
Das Treffen wird von der CIA, dem US-Außenministerium, der FNCA, der
Partido Popular aus Spanien und der Partei Accion Nacional aus Mexiko
und nahestehende europäischen Organisationen finanziert.
Carlos González, ein Mann mit engen Verbindungen zum ehemaligen
Geheimdienst von Augusto Pinochet hat erklärt, dass Parlamentarier aus
Estland, Lettland, Litauen, Schweden und Polen sowie Vertreter der
Außenministerien der betreffenden Länder teilnehmen würden.
Auf der Liste der Eingeladenen erscheinen unter anderem: José Maria
Aznar, Mario Vargas Llosa, Jorge Castañeda, Enrique Kauze, die Cubaner
Carlos Alberto Montaner und Raul Rivero, der Pole Adam Michnick, Elena
Bonner, die Ex-Präsidenten von Uruguay, Costa Rica und El Salvador und
die Ex-Präsidentin Panamas Mireya Moscoso. Hier sollte daran erinnert
werden, dass es diese Dame war, die die vier Terroristen freiließ, die
vorhatten, Fidel Castro mitsamt der Studentenschaft Panamas bei dessen
Rede an der Universität in die Luft zu jagen. Unter den vier Terroristen
befand sich auch Luis Posada Carriles, der sich dazu bekannt hat, ein
cubanisches Passagierflugzeug mit allen Insassen in der Luft zur
Explosion gebracht zu haben.
Ebenfalls ihre Teilnahme bestätigt haben der ehemalige bulgarische
Premierminister Dimitrov, der slowakische Parlamentspräsident Hrusovsk,
der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel und der ehemalige
Premierminister Estlands, Mart Laard. Die Zusage von diversen Chávez
Oppositionellen und Mitgliedern der cubanischen „Dissidenz“ wird erwartet.
Der Autor des Artikels hat beim Versuch sich Informationen zu diesem
Treffen aus dem Internet zu beschaffen, folgendes herausgefunden: Der
mexikanische Journalist Héctor Delgado hat in der Zeitung Unomasuno
veröffentlicht, dass Mexiko seit 46 Jahren Opfer des Terrorismus gewesen
sei, der von ehemaligen Cubanern ausging, die von der US-Regierung
geschützt und subventioniert worden seien. „Besonders schlimm waren
dabei Luis Posada Carriles und sein Kumpan Orlando Bosch. Grob gerechnet
können ihnen 63 terroristische Aktionen im Inneren Mexikos zugerechnet
werden....“ heißt es bei Héctor Delgado.
Außerdem konnte er feststellen, dass der Abgeordnete Jesus Martinez
Alvarez im mexikanischen Parlament eine Entschließung vorlegte, die
einstimmig angenommen wurde und in der es heißt: „ wir fordern vom
Innenminister, in Bezug auf Abschnitt I und II des Artikels 5 des
Gesetzes zur Nationalen Sicherheit, dass eine Untersuchung über die
Fundación Nacional Cubano-Americana (FNCA) (CANF in englischer
Abkürzung) wegen anticubanischer Aktivitäten derselben innerhalb des
Territoriums der Vereinigten Staaten von Mexiko durchgeführt werden soll
und dass den Souverän über das Ergebnis dieser Untersuchung zu
unterrichten“.
Wichtige Abgeordnete signalisierten, dass man die unheilvolle Geschichte
dieser Organisation verbreiten und bekannt machen müsse. Diese geht
deutlich aus dem freigegebenen FBI Dokument mit der Nummer 105-8280-190
hervor, wo mit Datum vom 1 Juli 1965 eine Chronik der Terrorakte des
Gründers dieser Organisation und Hauptarbeitgebers von Luis Posada
Carriles und Orlando Bosch aufgelistet ist.
Hier fragt der Autor des Artikels sich, ob die schwedischen, polnischen,
estischen, litauischen und lettischen Parlamentarier, die zu diesem
Gipfel ihre Zusage gegeben haben, über die Vorgeschichte informiert
sind. Man könne nicht glauben, dass sie den Bericht des
Sonderberichterstatters der UNO Menschenrechtskommission Enrique
Bernales Ballesteros nicht kennen würden, der bei seinem Besuch in
Havanna deutlich gemacht hatte, dass es eindeutig erwiesen und von den
Urhebern selbst zugegeben worden sei, dass die in Cuba ausgeführten
terroristischen Aktionen im Auftrag der FNCA von ihrem Stammsitz in
Miami Florida aus angezettelt, vorbereitet und finanziert worden sind.
Die Haltung von Hunderten von mexikanischen Kongressabgeordneten haben
es ermöglicht, die Bestrebungen der FNCA zu neutralisieren. Die Haltung
der mexikanischen Parlamentarier und die Solidarität des Volkes haben
die Neofaschisten dazu gezwungen ins Baltikum auszuwandern, heißt es in
dem Artikel.
Der Autor teilt die Empörung und die Besorgnis der solidarischen
Schweden, Dänen, Finnen und Norweger und hofft, dass sie sich in eine
weltweite Besorgnis verwandelt.
Sie sprachen ihm gegenüber von der Notwendigkeit einen Aufruf zu machen
und vor den Botschaften Estlands in Europa zu protestieren und hoffen,
dass alle dabei helfen könnten, diese Einmischungen zu stoppen und die
US-Regierung und ihre willfährigen Helfer auf allen möglichen Wegen
anzuzeigen.
Man müsse sich fragen, ob Estland sich in ein neues Schlupfloch für
Bushs terroristische Pläne gegen Cuba und Venezuela, verwandeln werde.
Der Autor gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die estischen Parlamentarier
sich so anständig wie ihre mexikanischen Kollegen verhalten werden und
eine Untersuchung über die Finanziers dieses im terroristischen Umfeld
stehenden Gipfels fordern werden.
Wir als Solibewegung sollten die Vorbereitungen zu diesem finsteren
Treffen beobachten. Wir sollten prüfen, in wie weit wir einige der im
Text gemachten Vorschläge aufnehmen können. Wir können uns nicht auf
alle Figuren dieses Gruselkabinetts konzentrieren. Wir sollten wie hier
vorgeschlagen die FNCA herauspicken und Mireya Moscoso, die sich im
Zusammenhang mit Posada Carriles besonders gut macht.
RF
FG BRD-Kuba