Cuba Sí
Milch für Kubas Kinder
Almendares Vivo
Buchtip

"Im Fadenkreuz: Kuba"
von Horst Schäfer

Im Fadenkreuz: Kuba

Cuba Sí
Das Jahr 2005 in Kuba - ökonomische Ergebnisse

Bericht des Wirtschaftsministers Kubas, J. Luis Rodríguez,  vor der Nationalversammlung am 25.12.05
aus: www.trabajadores.cubaweb.cu
(Bei der untenstehenden Zusammenfassung aus dem Spanischen sind die kursiven Textteile zusätzliche Bemerkungen der Übersetzerin)

BIP – Zuwachs in 2005: 11,8%, inbegriffen sind die sozialen Dienstleistungen
(Vergl.: 2004 Wachstum BIP 5%, inbegriffen sind die sozialen Dienstleistungen;    
Schätzung UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika, CEPAL, von Juni 2005:
Wachstum des BIP Kubas um 5%, ohne soziale Dienstleistungen)

BIP –Zuwachs in 2006: ca. 10% vorgesehen 

Daten nach einzelnen Bereichen

Erdöl und Erdgas
:

  • Rückgang um 3,7% (Wachstum bei Gas, jedoch Rückgang bei Erdölförderung

2006 Anstieg in Öl und Erdgas vorgesehen

2006 wird unter der Losung stehen: „Jahr der Revolution im Energiesektor Kuba

Umsetzung von Programmen im Energiesektor wird dazu führen, dass
Kuba das Vierfache an Energie produziert, das es benötigt (Nutzung von Erdgas
und Erdöl aus eigener Produktion)
Es wird keine Stromabschaltungen mehr geben
Alle Erfordernisse der Gesellschaft im Energiesektor werden sicher gestellt sein

Nickel

  • Hat sich als erste Exporteinnahmequelle konsolidiert, Wachstum ungefähr wie im Vorjahr bei Erlangung höherer Verkaufspreise.

Soll in 2006 um 1,1% steigen.

Industrieproduktion, insgesamt (außer Zucker):

2005: 3,2%, dabei Wachstum in 12 Industriezweigen von 20 bestehenden

Das höchste Wachstum wurde erreicht bei:  

  • Eisenmetallurgie (19,0%);
  • Alkoholische Getränke und Tabak (6,4%),
  • Treibstoff( 6,1%)

Man ist dabei, eine Reihe von wichtigen Produktionszweigen zu entwickeln, darunter Stahl, E-Kabel, Zement, Farbe, Schnellkochtöpfe)

2006 geplant: Industrieproduktion, insgesamt (außer Zucker) Wachstum von ca. 4,6%, darunter: Eisenmetallurgie (16%), Elektrochemie und Elektronik (13,3%), Baustoffe (20%), Konfektionsindustrie (20%), Stahl (37,8%), Zement (45,2%), Farbe (64,7%)

Tourismus
2005: Wachstum um 12,3%, wobei die Einnahmen um 10,7% stiegen. Insgesamt 2,3 Mill. Touristen

2006: Wachstum von 10% erwartet, wobei die Einnahmen um 8,1% steigen sollen

Verkehrwesen

2005: Anstieg des Gütertransport um 13,3%, Personenverkehr um 7,7%;

2006: ca. 40% Anstieg Gütertransport geplant, ca. 15,5% Personenverkehr

Hafenwirtschaft

2005 Verbesserungen bei technischen Ausrüstungen und durch den
Bau von Lagerhallen. Diese Entwicklung soll in 2006 fortgesetzt werden. Randbemerkung: In den letzten Monaten des Jahres 2005 große Aktion der Armee, um Güter (1,9 Mill. t) aus den Hafenlagern an ihre Bestimmungsorte zu bringen.

Allgemeine Einschätzung: 

Güterverkehr

 War über Jahre großes Problem für Volkswirtschaft. Aus diesem Grunde wird gegenwärtig ein Programm zur Wiederbelebung des Verkehrswesens umgesetzt. Ziel: Erweiterung der Kapazitäten und gleichzeitig bewußter und sparsamer Umgang mit Energieträgern -  
das heißt, insbesondere Investitionen im Eisenbahnverkehr.  

Personenverkehr:

  • 2005: Es wurden 1000 neue Omnibusse gekauft, von denen 200 schon in Betrieb sind. Der Personenverkehr zwischen den Provinzen stieg um 49% zu 2004 (8,5 Mill. Reisende). 2006 soll er um das 1,2fache steigen.

Kontrolle Verkauf und Verteilung Treibstoffe:

  • In diesem Zusammenhang ist der Einsatz junger Sozialarbeiter hervorzuheben, die seit Oktober 2005 Kontrollen in diesem Bereich durchführen und dazu beigetragen haben, Fälle von Korruption aufzudecken.

Bauwesen

2006 soll dieser Bereich um 15% wachsen.

Wohnungsbau

  • Verweis auf  Beschluss der Nationalversammlung vom 1.9.05 zur Verbesserung des Wohnungsbaus.
  • Es ist vorgesehen, von 9/2005 bis 9/2006 150 Tausend neue Wohnungen zu bauen. Ab 2006 sollen pro Jahr 100 Tausend neuen Wohnungen gebaut werden.

Instandsetzungen/Modernisierungen:

  • Erhöhung um 64% in 2005, im Jahr 2006 um 10% geplant.


    Ernährungssicherheit

2005 wurde begonnen, sowohl in der Landwirtschaft als auch Lebensmittelindustrie Prioritäten zu setzen. Dies brachte die folgenden Erfolge:  

  • Eier:Anstieg um 23,5%, in 2006 Anstieg um 18,4% geplant
  • Schweinefleisch: Anstieg um 24,0%, in 2006 Anstieg um 64% geplant
  • Kaffee:Es wurden Investitionen in der industriellen Verarbeitung vorgenommen. In 2005  wurde begonnen, reinen Kaffee mit Preisen nach Qualität zu
    verkaufen.
  • Gemüse/Gewürzpflanzen: Die dem Ministerium für Landwirtschaft unterstellten
    Betriebe nutzen für diesen Produktion gegenwärtig 2.113 ha.
  • Nudeln/Spaghetti: Diese Produktion wurde im Rahmen der Ministerien für
    Lebensmittelproduktion und der Landwirtschaft sowie in Betrieben der Lokalen Industrie entwickelt und erreichte 45 Tausend t in 2005 ; in 2006 soll sie auf  100 Tausend t steigen.
  • Joghurt u.a.: 2005 wurden Steigerung in  der Produktion von Sojajoghurt erreicht
    täglich 1,5 Mill. Liter); 2006 sind Steigerungen von 63,2% vorgesehen.
  • Weiteres Wachstum gab es bei Konserven (Tomate, Speiseöl) Schokolade, Kakaopulver und –butter,. Bei den die Produktionskapazitäten erhöht wurden.

Weiteres:

Bohnen/Reis:

  • 2005 wurde der Verkauf von Reis und Bohnen über die Lebensmittelkarten erhöht und dabei lokale Unterschiede beseitigt.
  • Die Preise für den zusätzlichen Verkauf dieser Erzeugnisse wurden erhöht und entsprechen jetzt eher den Produktionskosten, obwohl sie immer noch subventioniert werden.

Silos:

  • Gegenwärtig werden Silos gebaut, um ca. 500 Tausend Lebensmittelprodukte länger lagern zu können

Bananen, Knollen- und Wurzelfrüchte, Gemüse, Bohnen, Milch:

  • Die Trockenheit und die Hurrikane haben bewirkt, dass es erhebliche Einbrüche bei der Produktion dieser Erzeugnisse gegeben hat.

Verluste in 2005:

  • 734 Millionen kg Wurzel- und Knollenfrüchte und andere verschiedene Kulturen;
  • 77 Millionen Liter Milch;
  • 57 Tausend t Körnerfrüchte

Importe von Lebensmitteln:

  • Die geringe Produktion hat trotzdem die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln nicht beeinflusst. Im Gegenteil, sie ist verbessert worden. Denn die Importe von Lebensmitteln sind um 43,2% erhöht worden, um Versorgungslücken und die erforderlichen Reserven aufzufüllen.

Allgemeines:

  • Verbrauch/Kopf/Tag: 3.356 kg/cal (1,5% höher als 2004), 88 g Proteine (2,9% höher)
    Es wird betont, dass die Ernährungssicherheit in erster Linie über die Zuteilungen  (Tarjetas), über Gemeinschaftsküchen (Kantinen, Schulspeisung etc.) sowie über den Eigenanbau gewährleistet wird. 

2006:

  • vorgesehener Anstieg der landwirtschaftlichen Produktion (außer Zucker) um 8,1%.

Wasserwirtschaft

2003-2005 größte Trockenheit der letzten 100 Jahre. Die kritischsten Momente waren, als der Grundwasserspiegel auf 42% und Auffangbecken/Talsperren auf 26,7% ihrer Kapazität fielen; mehr 2,6 Millionen Einwohner mussten mit Wasserwagen versorgt werden.

ktueller Stand:

  • Grundwasserspiegel – 98%; . 
  • Auffangbecken/Talsperren – 77%

Gegenwärtig wird ein Investitionsprogramm mit einem Umfang von 217 Millionen Pesos (großer Teil dieser Summe in Devisen) umgesetzt, um das Wasserversorgungssystem zu sanieren. Darüber hinaus ist die Ausarbeitung eines Regierungsprogramms vorgesehen, das eine umfassende Strategie enthalten soll, um angesichts der Klimaveränderungen allseitig vorbereitet zu sein.

Kampfe der Ideen

  • Die zahlreichen sozialen Programme, die im Rahmen des Kampfes der Ideen ins Leben gerufen worden sind, sind in 2005 fortgesetzt worden. Sie betreffen insbesondere das Gesundheitswesen, Bildung, Sport, internationalistische Einsätze.
  • Diese Programm werden dazu beitragen, eine gerechtere Gesellschaft zu entwickeln und befördern, dass sich diese selbst voll entfalten kann. Es entwickeln sich Menschen (wörtl.: Humankapital) mit einem umfassenden kulturellen Niveau, mit denen wir uns schneller der Wissensgesellschaft nähern.
  • Nach einer Studie des UN-Programm für Entwicklung (PNUD) wird Kuba als ein Land mit fortgeschrittenem Wissenschaftsniveau eingestuft. Mit der Zahl von 548 Wissenschaftlern auf 10 Tausend Einwohnern liegt Kuba über den Durchschnitt der entwickelten Länder. 

Gesundheitswesen

Ergebnisse von Investitionen im Jahr 2005:

  • 129 Polikliniken in der Hauptstadt mit allen neuen erforderlichen Geräten instandgesetzt, 39 weitere stehen kurz vor dem Abschluss; 2006 sollen weitere 176 fertig werden.
  • Das Programm für Physiotherapie steht mit 452 Einrichtungen praktisch vor dem Abschluss.
  • In 121 ausgewählten Krankenhäusern der Kreise wurden die Intensivstationen mit allen erforderlichen Ausrüstungen zur Lebenserhaltung und Rettung von Leben fertiggestellt. 
  • 205 modern ausgerüstete Einrichtungen für Optiker sind fertiggestellt.
  • 24 Augenarztzentren sollen mit Hochtechnologie ausgestattet werden.
  • Im Jahr 2005 erhielt die Schnelle Medizinische Hilfe (Sistema Integral de Urgencias Médicas SIUM) 400 neue Krankenfahrzeuge.
  • Die Produktion von Medikamenten stieg in 2005 um 26% und soll 2006 um 18% steigen.

Internationale Hilfe

  • Im Rahmen der Operación Milagro (Programm zur kostenlosen Augenoperation, das seit  2004  läuft) wurden 172 306 Operationen für Augenpatienten aus Venezuela durchgeführt und es konnte schon auf Patienten aus anderen Ländern Lateinamerikasund der Karibik ausgeweitet werden (Vergl.: Info über Plan 5 Millionen Operationen für blinde Menschen, www.cuba-si.org )
  • Gegenwärtig befinden sich mehr als 2.300 Angehörige kubanischen medizinische Personals im Ausland im Einsatz

(Weiterhin Siehe Infos/Zahlen  über internationalistische Einsätze , a.a.O.)

Bildungswesen

  • Fortsetzung Schulmodernisierungen/Instandhaltungen und Neubau, davon in 2005 abgeschlossen: 78 Schulen, 9 Pädagogische Hochschulen, 25 Gymnasien auf dem Land (Instituto Pre Universitario en el Campo – IPUEC), 23 stehen kurz vor dem Abschluss.
  • Weiterentwicklung der Programme für die Grundschulen, z.Z. 18,8 Schüler pro Klasse, dabei Fortschritte bei Einführung Englisch und PC
  • Sekundärstufe: erfolgreiche Umsetzung der neuen Lehrmethoden mit Hilfe von Lehrern, die nach einer umfassenden Methode ausgebildet worden sind, (profesores generales integrales PPGI) , Reduzierung Schüler auf 30 pro Klasse; Bestand an PC´s zur Zeit: 13.215.  Allen Schüler haben die Möglichkeit, in der Schule einen Imbiß einzunehmen. 
  • Gymnasien (Pre-Universitaria): Größter Erfolg ist Reduzierung der Schüler auf 30 pro Klasse und gegenwärtig 15-25 Schüler pro PC.    
    Hervorzuheben ist der erfolgreiche Einsatz von audiovisuellen Mitteln, Multimedia und interaktiven Lehrmethoden in allen Bildungsstufen. 

    Universität für alle (universilización de la enseñanza superior)
  • Möglicherweise der größte Erfolg in der Umgestaltung des Bildungswesens in 2005.
    Gegenwärtig 500 Tausend Studenten immatrikuliert, davon studieren 360 Tausend direkt vor Ort in ihren Kreisen in 2133 Bildungseinrichtungen.
  • 2002/2003: führten 33% der Jugendlichen (18- 24) ein Hochschulstudium durch und 2005 sind es 50%.

Kunst- und Kultur

  • Inzwischen sind schon 6318 Kunsterzieher ausgebildet worden

    Die Buchmesse  wurde auf 34 Städte ausgedehnt. Es wurden 477 Titel mit einer Auflage von 4,4 Millionen Exemplaren herausgegeben
  • Das Festival des Neuen Lateinamerikanischen Films und die Internationale Buchmesse sind die Kulturereignisse  mit der größten Besucherzahl aus der Bevölkerung.

Fernsehen

  • 62,7% der Übertragungen sind der Bildung gewidmet. Dabei gewinnt Kanal 2 (Bildungsfernsehen) an Qualität und es werden Übertragungen der Universität für alle erweitert.  Es gibt versuche mit Kreisfernsehstationen
    In abgelegenen Bergregionen sind 1.925 öffentliche Fernsehstuben eingerichtet. 

Radio

  • 2005 wurden 9 neue Kreissender eröffnet.

Biotechnologie

  • Gegenwärtig gibt es 15 Forschungszentren und Produktionsstätten der Biotechnologie mit mehr als 2400 Wissenschaftlern und Ingenieuren. Sie haben sich als Motoren für   die Erzeugung neuer Produkte bewährt und arbeiten mit hoher ökonomischer Effektivität. Beispiele sind Produktionen von Medikamenten (z.B. Impfstoffe gegen Hepatitis B u.a.) aber auch in der Lebensmittelindustrie (z.B. Produkte, die das Wachstum von Fischen und Garnelen um 30% erhöhen).

Telekommunikationen und Informatik

2005 Wachstum um 8%; Telefonverbindungen: Dichte 8,7%, Grad der Digitalisierung 98%.

2005 mehr als 42 Tausend PC installiert, Steigerung um 14%

Neben der flächendeckenden Ausbildung der Bevölkerung an PC´s , ebenfalls Einsatz in Industrie.

Dazu: 26 Polytechnische Fachschulen für Informatik; Fachrichtung Informatik an Unis sowie die Universität für Informationswissenschaften – einige dieser Ausbildungszentren wurden erst 2005 eingerichtet. Insgesamt studieren gegenwärtig (Fach- und Hochschule) über 50 Tausend Menschen Informatik.  

Software:

  • Produktion insbesondere für Gesundheits- und Bildungswesen.
  • 2005 zusätzlich 72 neue Titel-Multimediaprodukte;

Der Export von Software wird schrittweise in einigen Bereichen vorgenommen

Ex- und Import

2005

  • Wachstum Export von Gütern: 27,9%
  • dito Dienstleistungen:               70,0%
  • Wachstum Import von Gütern: 36,4% (enthalten Importe von Treibstoff, dessen Preis um 37% gestiegen ist)

    2006
  • Export von Gütern und Dienstleistungen: Steigerung um 17.%
  • Import von Gütern soll um 1,5% zurückgehen

Gesamtschaden der Hurrikans von 2005

  • 1,35 Milliarden US Dollar

Erhöhung Einkommen der Bevölkerung

  • Mindestlöhne von 100 auf  225 Peso (Mai 2005);
  • Durchschnittseinkommen von 354 auf 398 (November2005);  
  • Mindestrenten von 55 auf 164 Pesos, (November2005);
  • Mindestsatz Sozialhilfe: con 62 auf 122 Pesos ((November2005)
  • Insgesamt kamen diese Steigerungen über 5 Millionen Bürgern zu Gute.

Arbeitslosigkeit

1,9%

Allgemeine Einschätzung

Die Veränderungen in der Volkswirtschaft, einschließlich eine Zentralisierung der Devisennutzung, waren entscheidende Voraussetzungen, damit die Ergebnisse in 2005 erreicht werden konnten. Durch die neuen Methoden war es möglich geworden, konsequent Prioritäten zu setzen und vorrangig die Bereiche zu entwickeln, die für die Bevölkerung wichtig sind.

“Die kubanische Gesellschaft ist jetzt dabei, die Mängel der Spezialperiode schneller zu überwinden. Damit werden solide Grundlagen für die Entwicklung einer Gesellschaft gelegt, in der soziale Gerechtigkeit und Solidarität vorherrschen“.

Korrektur eigener Fehlern – wichtige Methode der Verteidigung der  Revolution

Verweis auf die Rede von Fidel Castro v. 17.11.05: „Das Land hatte begrenzte Ressourcen, unglaublich viele. Doch dieses Land hat nichts anderes getan, als diese Ressourcen zu verschwenden…“
Die Revolution hat die Pflicht sich zu verteidigen, auch gegen ihre eigene Fehler.

Im Text sind weitere ausführliche Erläuterungen enthalten, die nochmals die  Zentralisierung bestimmter Entscheidungen in der Volkswirtschaft begründen (Vermeidung von Misswirtschaft, Verschleuderung von Devisen und Zersplitterung der der begrenzten Mittel).

Die nationale Sicherheit kann nur bestehen, wenn das Land seine ökonomische Unverletzbarkeit erreicht. Aus diesem Grunde müssen wir schnellsten Führung und Leitung der Ökonomie verbessern, ausgehend von allen beschlossenen Maßnahmen, insbesondere von denen über Sparsamkeit.

In dieser Schlacht, die auch zum Kampf der Ideen gehört, müssen wir mit der Disziplinierung der staatlichen Wirtschaftsorgane selbst beginnen, damit Diebstahl und  Korruption entgegengewirkt wird. Die Bevölkerung muss dabei einbezogen werden.
(eine Schlagzeile in der Tageszeitung Granma „Es wird nichts geben, das nicht kontrolliert wird. und es werden die Massen sein, die diese Kontrollaufgabe übernehmen“)  

In weiteren Kommentaren und Reden auf der Nationalversammlung, insbesondere auch in denen von Fidel Castro, wird ausführlich eingegangen auf:

  • Energiesparprogramm 2006
  • Einsatz des kubanischen Ärztepersonals  im Ausland, insbesondere Programm zur Augenoperation für 5 Millionen Menschen; Ausbildungsmaßnahmen in Kuba, insbesondere für lateinamerikanische Jugendliche 
  • Kampf gegen Korruption und  gegen Mittelverschwendung

Schwerpunkte für 2006

Die Ausgaben des Haushaltsplans werden um 32% im Verhältnis zum Jahr 2005  
steigen. Das BIP soll sich um ca. 10% erhöhen.  (Zahlen zu den einzelnen Bereichen wurden oben eingearbeitet, so weit vorhanden)

In 2006 werden die positiven Effekte aus den verschiedenen Entwicklungsprogrammen, die mit Priorität im Jahr 2005 umgesetzt oder begonnen wurden, erst richtig zum Tragen kommen. Sie sind das Ergebnis einer neuen Etappe der Revolution.

Die Pläne für 2006 werden flexibel gehalten, um rechtzeitig auf Veränderungen bzw. Erfordernisse reagieren zu können. 

Schwerpunkte werden sein:   

  • Erhöhung der Verteidigungskapazität;
  • Sparsamkeit als Voraussetzung für den Erfolg; erforderlich in allen Bereichen,
       insbesondere im Energiesektor;
  • Schaffung der „Energiesicherheit“ des Landes (Vergl. Seite 1), rationaler Einsatz
       Treibstoff, Umstrukturierung Transportwesen, Beschleunigung der eigenen
       Produktion und Erschließung neuer Lagestätten von Erdöl und –gas;
  • Entwicklung „Humankapital“ – Seine Entfaltung ist wichtiger ökonomischer Faktor
      für das Land. Gleichzeitig trägt es zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen
      bei, wenn sie über mehr Bildung verfügen
  • Der Export von Dienstleistung wird in der Volkswirtschaft das höchste Wachstum
      einnehmen, insbesondere auf den Gebieten Gesundheitswesen, Bildung,
      Biotechnologie und Informatik
  • Schrittweise Erhöhung des Umfangs der Zuteilungen von Lebensmitteln über Karte
       (normierter Konsum)
  • Fortsetzung der Verbesserung der Politik bei Lohn und Sozialversicherung

ausgearbeitet von
Cuba Sí,
Berlin, 02.01.0

 


 
 
Termine

Hier können Sie aktuelle Termine zu verschiedenen Ereignissen abrufen.

Kalender

Kuba Direkt
Bilder
Info-Links

Büro Buchmesse Havanna

Tageszeitung junge Welt

Miami 5

Granma

National Hurricane Center

 
 

Cuba Sí