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"Im Fadenkreuz: Kuba"
von Horst Schäfer

Im Fadenkreuz: Kuba

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Humanitäre Hilfe Kubas für die Erdbebenopfer in Pakistan

Aus der Erklärung des stellv. kubanischen Außenministers, Bruno Rodríguez, auf der Zweiten Internationalen Geberkonferenz für die Erdbebenopfer in Pakistan, am 19.11.05 in Islamabad

Schon 48 Stunden nach der Katastrophe nahmen 85 kubanische Ärzte ihre Tätigkeit unmittelbare in den betroffenen Gebieten auf.

Inzwischen wurden von Kuba dort 30 Feldlazarette aufgebaut, die über alle erforderlichen modernen Ausrüstungen zur Durchführung von Operationen verfügen. 789 Ärzte, 315 medizinisch-technische Fachkräfte sowie 128 Techniker für Op-Technik sind in den Zentren der Katastrophe tätig, und zwar in Balakot, Musaffarabad, Banna, Alai, Maira, Thakot, Beshan, Gahri Habibullah, Hattian, Danna, Battal, Jared, Abbas Pur und Oghi.

Die bisherigen Ergebnisse:

  • 60.000 Patienten wurden behandelt
  • 2.000 Operationen durchführt
  • In den Orte, in denen das kubanischen medizinische Personal agiert, ist die Gefahr von inzwischen Epidemien gebannt. Derzeit erfolgen eine Erhebung aller erforderlichen Rehabilitationsmaßnahmen bzw. Einleitung derselben und die allgemeine medizinische Betreuung der Bevölkerung ist gewährleistet.

Weiteres:
  • Durchführung  von umfassenden Erhebungen über den Bedarf von Operationen zur
    Wiederherstellung des Sehvermögens von durch das Beben betroffenen Personen
    sowie Menschen, die unter verschiedenen Augenkrankheiten leiden, mit der Ziel der
    Durchführung der entsprechenden Behandlungen/Heilungen.    
  • Ausbildung von pakistanischem Personal, das künftig in der Lage sein wird,
    selbständig die Arbeiten in den kubanischen Feldlazaretten zu übernehmen.    
  • Angebot Kubas an Pakistan: Stipendien für das Medizinstudium pakistanischer
    Jugendliche aus  ländlichen Gebieten

Appell an die Geberkonferenz:

Bruno Rodríguez, der sich persönlich einen Überblick zur Lage im Katastrophengebiet gemacht hatte, hebt u.a. hervor:

Die internationale Hilfe ist unzureichend und zu langsam. Es besteht die Gefahr, dass viele Menschen in Folge der harten Bedingungen des Winters im Himalaya-Gebirge sterben.
Jedes Jahr geben die Industrieländer 1 Billion Dollar für Waffen aus, 400 Mrd. Dollar für illegale Drogen, 105 Mrd. Dollar für alkoholische Getränke und 12 Mrd. Dollar für Parfüm aus.

Jedes Jahr kassieren die reichen Länder der Welt 436 Mrd. Dollar aus dem Schuldendienst und 100 Tausend Dollar aus Zollgebühren. Vor diesem Hintergrund wäre es unmoralisch und ungerecht, über die erforderlichen 5,2 Mrd. Dollar zu feilschen, die als Soforthilfe und für den Wiederaufbau nach der größten Katastrophe der Geschichte dieses Landes erforderlich sind. „Wenn Kuba, ein kleines, von Pakistan weit entferntes Land, gegen das zudem eine Blockade verhängt ist, zu dieser Hilfe in der Lage ist, sollten die reichen und entwickelten Länder erst recht Möglichkeiten haben, diese zu leisten. “

Quelle: www.trabajadores.cubaweb.cu


 
 
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