Die USA Regierung muß die Frage beantworten, ob sie Posada Carrilles versteck
Der Führer der Revolution fordert von den europäischen Regierungen, dass sie sich zu dem Vorkommnis äußern. Die Kubaner fordern Gerechtigkeit bezüglich der Verbrechen, die während über 45 Jahren von den durch den Norden ermutigten Terroristen verübt wurden.
Der Comandante en Jefe Fidel Castro forderte gestern den Präsidenten der USA, W. Bush, auf, der Welt die Frage zu beantworten, ob es wahr ist oder nicht, dass die Regierung dieses Landes seit drei Wochen auf dem nordamerikanischen Territorium dem berüchtigten internationalen Terroristen Luis Posada Carriles Obhut gewährt.
Mit dem gestrigem Tage sind es bereits 19 Tage Aufenthalt von Posada Carriles in den USA und die höchsten Autoritäten dieser Nation haben bisher darüber kein Wort verloren. Es wurde nur eine Notiz von Pressereportern in Umlauf gebracht, wie die in der Tageszeitung „The Miami Herald“, der gegenüber von einem Bundesbeamten die Anwesenheit des Terroristen bestätigt wurde.
Alles deutet darauf hin, dass die heimtückische, stille und konspirative Einreise des Verbrechers in die USA dem Interesse Washingtons entspricht, Zeit zu gewinnen, da es in diesen Tagen versucht, Kuba in der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen zu verurteilen und es nicht opportun erscheinen würde, dass die Welt die heuchlerische Haltung des Imperiums zur Kenntnis nimmt, stellte der Führer der Revolution fest.
Wir fordern sie auf, etwas zu sagen, ihre Meinung dazu zu äußern, dass es schon ein Geschöpf ist, das geboren werden muss. In der Tat ist der ehrenwerte Präsident der Vereinigten Staaten in diesen Momenten wie eine Schwangere, die ein Monster im Leibe trägt und es gebären muss, oder der Welt zeigen muss und dies schnell, weil es sehr schwer sein würde, dies rückgängig zu machen: Sie müssen es zeigen, forderte Fidel in seinem Spezialauftritt an diesem Montag im Palast der Konventionen.
Der Präsident des Staats- und des Ministerrates erinnerte den nordamerikanischen Mandatsträger an seine Worte, die er am 26. August 2003 ausgesprochen hat. In ihnen bestätigte Bush, dass er eine Botschaft verbreitet hat, die von der ganzen Welt verstanden wird: Wenn jemand einen Terroristen schützt, wenn jemand einem Terroristen hilft, wenn jemand einen Terroristen ernährt, trägt er die gleiche Schuld wie die Terroristen selbst.
Also, wie soll man den Schutz für Posada Carilles verstehen? Nach Fidels Meinung ist dies eine Verunglimpfung der nordamerikanischen Bürger, die in den Zwillingstürmen von New York ums Leben gekommen sind, ist dies zu vergessen, dass dort und hier tausende Angehörige derer leben, die in grausamen terroristischen Aktionen geopfert wurden.
Der Comandante en Jefe machte seine Ausführungen vor den Kämpfern und Angehörigen, die umgekommen sind bei der Sabotage des Schiffes La Coubre und im Kampf gegen Banditen in unserem Lande seit dem Jahre 1960, vor Überlebenden und Angehörigen der Opfer der Sabotage gegen das Geschäft El Encanto, im April 1961, vor Kämpfern und Angehörigen der Toten aus den Kämpfen mit den Banditen, die über Playa Giron in unser Territorium eindrangen und vor Angehörigen der Sanitätsbrigade, die in jenen Momenten ihre Hilfsdienste leistete.
Es hörten seine Worte auch die Familienangehörigen und die Überlebenden des Bombenattentates in der kubanischen Botschaft in Peru vom Februar 1974, Angehörige der Opfer des Flugzeuges der Cubana de Aviacion, das 1976 im vollen Flug gesprengt wurde (das ungeheuerlichste Verbrechen, das dieser Typ auf dieser Hemissphere begangen hat) und vor Angehörigen der Toten der Ereignisse von Tarara im Januar 1992.
Ebenfalls waren im Palast zugegen Opfer der Dengue- Epedemie, die von der CIA in Kuba ausgelöst worden war, Familienangehörige der während der Sabotage in der Raffinerie Nico Lopez Umgekommenen und von Adriana Corcho, die 1976 in unserer Botschaft in Portugal ermordet wurde, der Vater des jungen Italieners Fabio Di Celmo, der Opfer terroristischer Anschläge gegen Hotels und andere Einrichtungen in Havanna in den letzten Jahren geworden waren sowie Familienangehörige der Fünf Helden in Gefangenschaft in den USA.