USA lehnen humanitäres Gesuch Kubas ab
Rabat/Washington - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat ein Gesuch Kubas um Hilfe zur Beseitigung der Schäden nach Hurrikan "Gustav" zurückgewiesen. Am Rande ihres Besuchs in der marokkanischen Hauptstadt Rabat kritisierte sie am Montag vielmehr den Machtwechsel auf Kuba, wo Raul Castro die Amtsgeschäfte von seinem kranken Bruder Fidel übernommen hatte. Dies sei "in einer demokratischen westlichen Hemisphäre nicht akzeptabel, und auch für die Menschen auf Kuba nicht akzeptabel". Daher wäre eine vorübergehende Aufhebung des Embargos gegen Kuba "keine weise Entscheidung", sagte Rice laut einem in Washington verbreiteten Redemanuskript.
Die kubanische Führung hatte am Samstag Washington gebeten, den Kauf bestimmter Materialien zur Überwindung der Verwüstungen durch Hurrikan "Gustav" zu erlauben. Kuba bat auch darum, US-Unternehmen die Vergabe von Krediten für Lebensmittelkäufe zu erlauben, hieß es am Samstag in einer Erklärung des kubanischen Außenministeriums. Damit würde eine Maßnahme des seit Jahrzehnten gegen Kuba verhängten US-Embargos ausgesetzt. (APA/dpa)
derStandard, 9.9.2008
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