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"Im Fadenkreuz: Kuba"
von Horst Schäfer

Im Fadenkreuz: Kuba

Cuba Sí

Posada Carriles muss an Venezuela ausgeliefert werden

Wir fordern von der US-Regierung die sofortige Auslieferung des Terroristen Posada Carriles an Venezuela!

Bitte schließen Sie sich unserer Briefaktion an!

Über vierzig Jahre hat der international berüchtigte Verbrecher, bezahlt von der
CIA und getrieben vom Hass gegen die kubanische Revolution und gegen den Befreiungskampf der lateinamerikanischen Völker, seine Spur des Terrors auf dem amerikanischen Kontinent hinterlassen.
Immer wieder ist es ihm mit Unterstützung reaktionärer Kräfte der USA geIungen, seiner gerechten Strafe zu entgehen, so z.B. im Jahr 1985, als er aus einem Gefängnis in Caracas floh, wo er sich vor Gericht wegen des Anschlags auf ein kubanisches Zivilflugzeug verantworten sollte, dem im Jahr 1976 73 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Seit März 2005 hat Posada erneut Unterschlupf bei seinen Kumpanen in Miami gefunden. Sein Ziel ist es, Asyl in den USA zu beantragen.

Erst nach massiven Forderungen in den USA und weltweit wurde er am 19. Mai 2005
von den US-Behörden festgenommen und am 13.Juni 2005 soll die Rechtmäßigkeit seines Aufenthaltsstatuts in den USA geprüft werden.

Eine Entscheidung gegen Posada Carriles würde den Zorn der reaktionären exilkubanischen Kräfte hervorrufen, die mit erheblichen finanziellen Mitteln zu den Wahlerfolgen des Präsidenten George Bush und seines Bruders Jeb, Gouverneur von Florida, beigetragen haben und maßgeblich die aggressive US-Politik beeinflussen.

Schon jetzt unternehmen die Anwälte Posadas Anstrengungen, dass er bis zur Anhörung im Juni gegen Kaution frei gelassen wird. Unterstützung erhalten sie von eben jenen Kräften, die Posada schon mehrfach geschützt und zur Flucht verholfen haben.
Seit 13. Mai 2005 liegt der US-Regierung eine offizielles Ersuchen zur Auslieferung von Posada an Venezuela vor. In den USA wird dieses in der Öffentlichkeit diskutiert und findet immer breitere Zustimmung.

Wir rufen dazu auf, die internationalen Forderungen zur Auslieferung Posadas nach Venezuela zu unterstützen.
Berlin, 24.5.05
Cuba Sí, AG der PDS

Die Anlagen können auch als PDF-Datei heruntergeladen werden!

Anlage:

Kurzinfo zuPosada Carriles

Posada ist einer der führenden Mitglieder der von Miami aus agierenden kubafeindlichen Organisationen (u.a. Kubanisch-Amerikanische Nationalstiftung/FNCA), die ihre Aktionen nicht nur gegen die Kubanischen Revolution richtet, sondern gegen jegliche fortschrittlichen Kräfte in Lateinamerika. Informationen aus dem Archiv für Nationale Sicherheit der George-Washington-Universität beweisen, dass Posada mindest von 1960-1976 von der CIA bezahlt wurde und mit offizieller Unterstützung terroristische Anschläge verübte.

Aus dem Terrorregister des Posada Carriles:

  • 1961: Vorbereitung/Beteiligung an der Invasion gegen Kuba in der Schweinebucht
  • 1976: Verantwortlich für einen Bombenanschlag auf ein kubanisches Passagierflugzeug,
    das von Caracas aus nach Havanna fliegen sollte und über Barbados explodierte. Dem
    Attentat fielen 73 Menschenleben zum Opfer. Noch vor der offiziellen Gerichtsverhandlung
    in Caracas im Jahr 1985, gelang Posada mit Hilfe der CIA die Flucht.
  • 1998: Drahtzieher zahlreiche Bombenanschläge gegen kubanische Touristenzentren, bei
    denen ein italienischer Tourist ums Leben kam.
  • Organisationen weiterer Terroranschläge in Kuba und anderen lateinamerikanischen
    Ländern, einschließlich in den USA, sowie gegen kubanische diplomatische
    Auslandsvertretungen. Beispiel: 1976 Ermordung von Orlando Letelier, Außeminister in
    der Allenderegierung.
  • Zahlreiche Attentatsversuche gegen Fidel Castro. Beispiel: 2001 Iberoamerikanisches
    Gipfeltreffen in Panama. Kubanische Sicherheitskräfte alarmierten die panamesischen
    Behörden über einen geplanten Bombenanschlag während des Treffens, auf dem auch Fidel Castro reden sollte. Die Tat konnte vereitelt werden, Posada u.a. wurden von einem panamesischen Gericht zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

Die Doppelmoral im vorgeblichen Kampf gegen den Terrorismus:

  • 2004 wurde Posada von der damals scheidenden panamesischen Präsidentin begnadigt – gemäß Presseberichten nach persönlicher Intervention des damaligen US-Außenministers, Colin Powell.
  • Nach seiner Freilassung tauchte Posada in verschiedenen mittelamerikanischen
    Ländern unter, bis er im März 2005 illegal in die USA einreiste, um Asyl zu beantragen.
  • Schon im März 2005 forderte die kubanische Regierung die US-Administration auf, sich zu
    dem Aufenthalt von Posada und dessen Antrag auf Asyl zu äußern.
  • Anfang Mai 2005 übergab Venezuela offiziell ein Auslieferungsersuchen an die US-
    Regierung.

Internationale Proteste sowie immer stärker werdende Kritik in den USA selbst
veranlassten die US-Behörden am 19. 5.05, Posada festzunehmen. Formell wurde
Anklage gegen ihn wegen illegaler Einreise erhoben. Gleichzeitig wurde offiziell verlautbart,
dass Posada keinesfalls an Kuba oder an ein mit Kuba befreundetes Landes ausgeliefert
werden würde.

Am 9, Mai 2005 erinnerte Tim Weiner in der New York Times an die Drohung von Bush, wonach sich jeder, der Terroristen unterstützt, des Terrorismus schuldig macht.

Die Koalition A.N.S.W.E.R. mit Sitz in San Francisco organisiert eine Protestaktion, in deren Folge über 20.000 Briefe mit der Forderung zur Auslieferung von Posada an Venezuela an die US-Regierung gesandt wurden (www.secure2.convio.net)

Fünf Kubaner sind seit 1998 in US-Gefangenschaft. Sie haben terroristische Anschläge von Verbrechern wie Posada aufgeklärt und vielfach zu deren Vereitelung beigetragen. Dafür sind sie von einem US-Gericht wegen Hochverrat zu lebenslänglichen bzw. zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Werden offizielle US-Kreise erneut helfen, dass Posada untertaucht und straflos bleibt?

Musterbrief

Botschaft der Vereinigten Staaten
von Amerika
Neustädtische Kirchstr. 4-5
19117 Berlin

betr.: Auslieferung von Posada Carriles an Venezuela

Sehr geehrte Damen und Herren,

bekanntlich hält sich der international gesuchte Terrorist Posada Carriles seit März 2005 illegal in den USA auf. Am vergangenen Freitag wurde er von US-Behörden formell wegen Verletzung der Einreisebestimmungen angeklagt.

Posada Carriles ist verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung zahlreicher terroristischer Anschläge. Ein offizielles Ersuchen zur Auslieferung Posada Carriles nach Venezuela liegt der US-Administration vor.
In Venezuela soll er sich vor Gericht für das Bombenattentat gegen ein kubanisches Zivilflugzeug verantworten, dem im Jahr 1976 73 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Wir fordern, die unverzügliche Auslieferung des Posada Carriles nach Venezuela.

Wir bitten Sie, diese Forderung an Ihren Präsidenten weiterzuleiten, der selbst betonte, dass sich jeder des Terrorismus schuldig macht, wenn er einen Terroristen beherbergt, unterstützt oder alimentiert.

Hochachtungsvol


 
 
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