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"Im Fadenkreuz: Kuba"
von Horst Schäfer

Im Fadenkreuz: Kuba

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Wirbelsturms Dennis in Kuba

Erste Informationen über die Auswirkungen des Wirbelsturms Dennis in Kuba
(Zusammenstellung von Agenturmeldungen bis 11. Juli 2005)

Der Wirbelsturm Dennis wütete am Samstag dem 9. Juli 2005 ca. 10 Stunden über Kuba.
Gegen 14.20 Uhr traf er bei Cienfuegos auf die Westküste von Kuba und gegen 24.00 Uhr verließ er an der Ostküste von Havanna Kuba in Richtung USA.

Dr. José Rubiera, Chef für Wettervorhersagen am Meteorologischen Institut Havanna erklärte, dass der Wirbelsturm über dem Westteil Kubas an Stärke verloren hatte ( von 220 km/h Windgeschwindigkeit auf 176 km/h). Aus diesem Grund wurde er von der Kategorie 4 auf Kategorie 2 herunter gestuft.

Der Wirbelsturm verursachte starke Regenfälle in Camagüey, Ciego de Avila, Santi Spiritus und Villa Clara. In La Campana, Provinz Villa Clara, hat man 536 Milliliter pro Quadratmeter registriert.

Der 1. Sekretär der KP Kubas in der Provinz Cienfuegos, Lázara Mercedes López, sagte der Presse, dass es bis Sonntagnachmittag noch nicht möglich war, den gesamten Umfang der Katastrophe zu erfassen. Fest stehe, dass die Kreise Aguada de Pasajeros und Abreu in der Provinz am stärksten betroffen waren. Die Anlagen für Rundfunk und Fernsehen in der Provinz wurden fast vollständig zerstört.
In der Provinz Matanzas, so erklärte deren 1. Sekretär der KP Kubas, sind mehr als 150 000 Personen evakuiert worden. Die Region Cienaga de Zapata war durch den Wirbelsturm komplett isoliert, Elektro- und Kommunikationsleitungen sind vollständig zerstört. Die Bewohner der Region konnten rechtzeitig evakuiert werden, so dass dort kein Menschenleben zu beklagen sind. Bevor der Wirbelsturm Dennis auf die Provinz Cienfuegos stieß, streifte er die östlichen Provinzen Santiago de Cuba und Granma mit einer Stärke von bis zu 270 km/h.
In Granma sind 8 und in Santiago de Cuba 2 Todesopfer zu beklagen.

In den Kreisen Niquero und Pilon der Provinz Granma sowie im Kreis Santa Cruz in der Provinz Camagüey entwickelte der Wirbelsturm seine stärkste Kraft und zerstörte hunderte Wohnungen, Industrieanlagen und Tourismuseinrichtungen.
Salvador Valdéz, 1. Sekretär der KP Kubas in der Provinz Camagüey, sagte, dass unmittelbar nach dem Wirbelsturm die Reparaturarbeiten an Elektro- und Kommunikationseinrichtungen sowie Aufräumarbeiten begonnen haben. In der Provinz Camagüey seien zum Glück keine Todesopfer zu beklagen, allerdings sind mehr als 1500 Wohnungen vollständig zerstört.
In der Hauptstadt und Provinz Havanna wurden mehr als 183 000 Personen in Sicherheit gebracht. Krankenhäuser und Polikliniken waren auf die Ausnahmesituation vorbereitet.

In einer Pressekonferenz erklärte Kubas Präsident Fidel Castro, dass in ganz Kuba mehr als
1. 500.000 Personen evakuiert worden sind. Dafür standen 1.500 Notunterkünfte zur Verfügung. 11.000 Touristen, die sich in bedrohten Regionen befanden, wurden ebenfalls in Sicherheit gebracht. Fidel Castro beklagte, dass trotz der umfangreichen Maßnahmen und trotz der in Kuba vorhandenen Erfahrungen im Umgang mit solchen Naturkatastrophen, 10 Todesopfer zu beklagen sind. Fidel Castro informierte, dass das Ministerium für Metallindustrie die Bereitstellung von 150.000 Dachkonstruktionen für Wohnungen zugesichert hat und das die entsprechenden finanziellen Mittel dafür vom kubanischen Staat zur Verfügung gestellt werden. Während der Pressekonferenz stand Fidel Castro im telefonischen Kontakt mit Yadira García, Ministerin für Grundstoffindustrie. Sie gab detaillierte Informationen über Probleme der Versorgung mit Elektroenergie. Kurz vor dem Wirbelsturm Dennis wurden die Elektrizitätswerke „Antonio Guiterrez“ in Matanzas und die von Nuevitas abgeschaltet, ebenso wie die Elektrowerke Enegas im Osten von Havanna.

Das führte zu flächendeckenden und langzeitigen Stromausfällen in fast ganz Kuba.Die Ministerin erklärte, dass intensive Reparaturarbeiten im Gange sind und in Kürze diese Elektrowerke wieder Strom liefern werden.
Das Institut für Wasserversorgung informierte, dass durch die starken Niederschläge, die der Wirbelsturm Dennis verursacht hat, alle Staubecken im Osten Kubas wieder aufgefüllt sind.

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Für die Beseitigung der Hurrikanschäden, insbesondere in den Regionen der Cuba Sí-Milchprojekte (Havanna, Sancti Spiritus und Guantánamo) können Geldspenden überwiesen werden an:
Parteivorstand der PDS – Cuba Sí
Konto-Nummer: 4382210000
Berliner Bank, Bankleitzahl 100 200 00
VWZ: Kuba muß überleben


 
 
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